Nach dem Tunier geht’s richtig los

25 10 2007

Handball ist ein schöner Sport. Jungs haben ja meistens einen ausgedehnten Spieltrieb und das trifft auch auf mich zu. Um gut Handball zu spielen braucht es nicht viel. Ein wenig Ballgefühl sollte man mitbringen, nicht zimperlich sein und Trinkfestigkeit sind Hauptmerkmale die diesen Sport so einzigartig machen. Zugegeben von Letzterem hat man in der C-Jugend noch nicht viel, aber wer fleißig übt bekommt das auch hin. Training ist ja alles.

Also fuhren wir im Sommer auf ein Turnier in $Kleines-Kaff und die erste Tat nachdem wir aus dem Bus kamen war die Suche nach einem Supermarkt um die Biervorräte aufzufrischen. Seid dem weiß ich, dass es recht schwer ist mehrere Kästen Bier vor seinem Trainer zu verstecken, wenn der in der selben Unterbringung übernachtet. Unterbringung ist gut. Es war ein Klassenzimmer einer Gesamtschule mit Sporthalle. Wir hatten wenig Ansprüche und so reichten, unserer B- und meiner C-Jugend, die Isomattenlager total aus.

Tagsüber (8-16h) wurde gespielt und Abends wurde die Trinkfestigkeit trainiert. So war es kaum verwunderlich, dass wir den vom Trainer bestimmten Zapfenstreich nicht selten um diverse Stunden überschritten. Leichen, des Allabendlichen Vollsuffs, wurden von uns mannschaftskameradschaftlich in die Schlafgemächer geführt und wir gingen wieder auf Achse in die sehr überfüllten Turnierdiskos. Ein bunter Mix aus 14 bis 18 jährigen versuchte dort, jeden Abend, nicht alleine im Schlafsack zu verbringen.

Mehr oder weniger durch Zufall saß ich vor der Tür mit einem Bier in der Hand vor der Partyscheune und kippelte so vor mich hin, als Sie kam. Sie war einen Kopf kleiner als ich, so etwas über 1,60 m groß und setzte sich rotzfrech direkt auf meinen Schoß. Ich war etwas verwundert über diese direkte Art Interesse an mir zu zeigen, aber ließ mir das ganz gerne gefallen. Das übliche wie heißt du, wie alt, etc. Spielchen ging los und ich war schon in dieser Sekunde der Meinung, dass wird heute Abend gut ausgehen für dich.

Im Gespräch kam heraus, dass Sie hier im Ort wohnt und die Schule nur 5 Minuten von Ihr zuhause entfernt ist. Ich musste mir gar keine Gedanken machen, denn die Abendplanung wurde schon von Ihr übernommen. Ihre Freundinnen kamen und schlugen vor noch mit ein paar Jungs und mir zur Schoßsitzerin zu gehen um „Flaschendrehen” zu spielen.  (Ja ich war  jung ;) ). Wenn die Falsche auf Sie zeigte war ich der geknutschte und umgekehrt. Als die Teamkameraden langsam die Geduld des Trainers nicht weiter strapazieren wollten und den Heimweg antreten wollten, beschloss ich noch ein wenig da zu bleiben. Das was sich im Flaschendrehen angekündigt hatte ging noch eine Weile weiter bis wir zum spannenden Punkt kamen. Dieser wurde schlagartig abgebrochen, als Sie aufsprang und erklärte Ihre Tage zu haben. Mööööp kein Home comeing für Thommy. Was soll man machen, also Telefonnummern ausgetauscht versprochen sich zu melden und nix wie raus hier. Ab in mein SchlafKlassenzimmer.

Angekommen in der Halle wurde ich auch schon erwartet. Der Coache war nicht begeistert über mein Fernbleiben und so durfte ich mir eine gehörige Standpauke anhören. In meinem alkoholisierten Zustand, der auch missbilligend auffiel, verging diese aber schnell und ich konnte mich gegen 3 Uhr zur Nachtruhe legen. Um circa 5 Uhr wurde ich plötzlich wach, weil ich das Gefühl hatte irgendetwas ist komisch. Ich öffne die Augen und kann mich grade noch nach rechts drehen, als Robert mit offener Hose, links von mir, über unserem Torwart stand und … Ja richtig er fing an seinem Drang nachzugeben und pinkelte. Daniel wurde erst wach, als ihn der warme Strahl traf und ich hatte alle Hände voll zu tun Schlafsack und Isomatte in Sicherheit zu bringen. Es gab ein unheimliches Theater, samt Schlägerei, und ich zog es vor meinen Schlafort zu wechseln, plus raushalten aus allem.

Sachen gibt’s. Aus der Schoßsitzerin ist ein flüchtiger zwei Wochen telefonieren Kontakt geworden, da sie am ADW (Arsch der Welt) wohnte konnte das nix geben und so trennte sich unser Kontakt recht schnell. So long.


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