Happy Chanukka

10 12 2007

wünsche ich gehabt zu haben. Nein ich bin nicht zum jüdischen Glauben konvertiert, allerdings war ich gestern zusammen mit unserem Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers, Oberbürgermeister Peter Jung und Frau Charlotte Knobloch zum 5 jährigen bestehen der Synagoge Wuppertal geladen.

Was soll ich sagen – Man kann nicht behaupten, dass ich ein Fan von Feierstunden und großen Reden bin, allerdings hielt einer der Rabbiner eine fantastische Ansprache, die schon mehr einer gut vorgetragenen Geschichte glich. Oberbürgermeister Jung glänzte wie so oft mit einer kurzen, fast aus dem Stehgreif, gehaltenen Rede, die Eckpunkte des Synagogenbaus zum Thema hatte.

Ein unheimlich sympathischer und hangagierter Leonid Goldberg, durch den der Bau enorm voran getrieben wurde, wickelte seine Zuhörer mit einer lockeren Rede um den Finger und der ein oder andere Lacher heiterte die Stimmung sehr auf.

Frau Charlotte Knobloch (Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland) und Dr. Jürgen Rüttgers (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen) konnte mit Ihren sehr erdrückenden Reden bei mir nicht punkten. Zu einer Feier des 5 jährigen Bestehens der Synagoge Bergisch Land und des Chanukka Festes gehören für mich keine politischen Reden. Schade Herr Doktor – keiner der mir bekannten Anwesenden konnte der Rede des Herrn Ministerpräsidenten etwas besonderes abgewinnen. Hätte er auch nur noch etwas langsamer gesprochen wäre ich wahrscheinlich, auf Grund von Schlafattacken, eingenickt. Andere im Saal konnten sich gegen die einschläfernde Wirkung nicht wehren und wurden erst durch den standardisierten Applaus geweckt.

Nach dem hochoffiziellen Teil, folgte eine kleine Feier mit koscherem Wein, Speisen und einer Vorführung der Gemeinde. Sehr schön muss ich sagen. Solche Feste sind mir in der christlichen Kirche nicht bekannt. Unser Weihnachtsfest zum Beispiel finde ich dagegen unheimlich lahm und einschläfernd. Gut bei uns muss wenigstens selten dem Herrn Doktor zugehört werden, allerdings würde ich das glatt in Kauf nehmen für einen so tollen Abend.

Ich danke der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal (in Vertretung Herrn Leonid Goldberg)  und meinem Vater, dass  ich an einem so schönen Event teilnehmen durfte.


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