Der reuige Dieb

7 01 2008

Da bin ich wieder. Der Urlaub war lang (2 Wochen) und ich habe mir viel Zeit genommen, ausgiebig zu feiern und zu gammeln. Daher war ich nicht in der Lage weder den Blogumzug vorzubereiten, noch irgendwelche Geschichten zu posten. Das soll jetzt wieder anders werden und demnächst, so gelobe ich, werde ich auch beitragsfreie Zeiten ankündigen. Jetzt freue ich mich, euch im neuen Jahr ein schönes und erfolgreiches Jahr wünschen zu können. Vieles ist passiert, also lege ich gleich mal los mit „Der reuige Dieb”

Der reuige Dieb

Es ist kalt. Sehr kalt. Wir schlendern weg vom Bahnhof zur Bushaltestelle und kommen wenig später auf der Weihnachtsfeier des SV Jägerhaus Linde 3. Mannschaft an. Wir, dass sind Ban, Chrissi, P, Malsch und meiner einer. Wir sind da, Bier ist da, Hennessy ist da, alles läuft.

Ich begrüße den Mannschaftskapitän und seine neue Freundin – nettes Ding. In wohlig warmer Atmosphäre feiern wir unser erstes Linde Weihnachtsfest, als mich meine Sucht daran erinnert schnell mal draußen nachzusehen ob es noch kalt ist.

Ich komme raus und lasse im hohen Bogen, ermutigt durch Alkoholika, mein verschweißte Zigarettenschachtel durch die Luft sausen. Sie fällt und ich kann mich gar nicht so schnell auf de Boden schmeißen wie die die Dame des Kapitäns, ich nenne Sie mal nettes Ding.

Nettes Ding hebt also die Zigaretten auf, schält Sie aus der Folie, entfernt das Silberpapier und bietet mir eine meiner Zigaretten an. Das freut mich sehr ich nehme eine und schenke meiner Schachtel keine weitere Beachtung. Ich fröne dem Genuss des blauen Dunstes und bewege mich dabei um nicht einzufrieren. Danach ging ich wieder ins Vereinsheim um nicht völlig anzufrieren und bemerke erst nach einer weitern Stunde, dass irgendetwas fehlt. Handy, da. Schlüssel, da. Moneten, da. Kippen … nicht da. Also ab zu nettes Ding und mal nachgefragt wo meine Fluppen stecken.

Sie beteuerte, nichts von den Zigaretten zu wissen und sagte: „die hab ich dir eben wieder gegeben.”

„Ah ja. Stimmt ich werde die Dinger wohl auf dem Weg vom Tresen nach draußen verloren haben.” *grml* Das sind vielleicht 15 Schritte. Ungläubich und genervt gehe ich zu meiner Jacke und öffne eine zweite Schachtel, denn ich hab’s ja.

Die Kippe lassen mich den ganzen Abend nicht los und immer wieder wenn sie mich angrinst denk ich mir: Du Schlange hast die doch gemopst. Ich nenne Sie ab jetzt Schlange.

Später spreche ich P auf das Thema an und er meint die Schlange hätte Ihm eben eine Schachtel unter die Nase gehalten und gesagt: „Willste eine. Sind nicht meine, ich rauche ja nicht.” Da die Marke mit meiner übereinstimmte und dieser Zufall mir doch etwas komisch vorkam, beschloss ich die Schlange noch einmal auf den Verbleib meiner Kippen anzusprechen.

Es half nichts. Sie blieb hart und beteuerte sie nicht zu haben. Unaufgefordert und keine zehn Minuten später kam die Schlange zu mir und wollte mich mal kurz in der Küche sprechen. Natürlich gab Sie zu die Fluppen genommen zu haben und natürlich wollte Sie mir mein Geld wieder geben. Klar, so ohne Geldbörse immer ein recht glaubhaftes unterfangen.

Mir war es zu doof. Ich wusste die ganze Zeit das es so war und eine Diskussion in meinem Zustand war natürlich sinnfrei.

Liebe Schlange,

ich hoffe dein Partyspaß die Kippenklauerei wird nicht zur Gewohnheit. Man schaut den Menschen doch nur vor den Kopf. Hätte ich nicht von dir gedacht. Schade drum.

Liebe Leser,

falls Ihr ähnlich tolle Partyspiele kennt oder betreibt. Bitte nicht mit mir. Ich will doch nur friedlich besoffen sein.


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