Mit 120 durch die Nebelbank

8 01 2008

Sylvester hat für mich ein alljährlich wiederkehrende Tradition. Besäufnis!

Stellt euch also einfach einen euerer Freunde vor, der hemmungslos besoffen ist und damit auch weder Takt- noch sonst ein Gefühl im Körper hat. So war das auch dieses Jahr wieder. Ich war also der einzige in der Runde der es schaffte Flaschen vom Stehtisch zu schmeißen, während der Bemühungen rhythmisch zu tanzen. Soweit so gut, dass macht ja nix, kann schon mal vorkommen. Wenn man dann, auf dem Klo, sternenhagelvoll mit dem Kopf einen Handfön anflirtet weiß man, dass es genug ist.

Kurze Beulenkontrolle und ab durch die Mitte. Ohhhhhh, da war noch was. Ich hatte ja ne Jacke bei. Mein Zustand war nicht mehr tragbar, also musste Boris die Oberbekleidung organisieren. Wir stehen also vor dieser total überfüllten Garderobe und die Dame hinter dem Tresen klettert grade auf selbigen um ein Schild zu befestigen wo „voll” drauf steht. Super, denk ich mir, biste auch, also nix wie hin. Da hab ich aber die Rechnung ohne dieses kleine Biest gemacht. Ein Mädel im Goth-outfit, dass mir grade einmal bis zum Ellebogen ging fauchte mich von unten an.

M: „Stell dich hinten an zum abgeben.”

I: „Ich will holen.”

M: „Das ist mir scheißegal. Ich will abgeben. Stell dich hinten an.”

I: „Da auf dem Schild steht. Is Voll.”

M: „Das ist mir auch scheißegal ich will nur abgeben und tanzen.”

I: „Ach mach was du willst und jetzt lass mich durch.”

M: „Nein ich bin zuerst dran.”

I: „Pass mal auf Zwerg. Hör auf mich zu nerven ich will meine Jacke.”

M: „…*grml* *fluch* *arschloch*”

Zugegeben, der Zwerg war nicht nett. Aber wie man in den Wald hineinruft so schallt es hinaus. Ich hab dann noch ein Bier an der Bar genommen um mich wieder zu beruhigen und schon ging es auf zum Taxi. Diese Fahrt war so dermaßen geil. Lena steigt vorne ein und steckt Ihre zwei besoffenen Männer hinten ins Gefährt. Boris und Thommy

T: „ Boah, dass is a ma voll neblisch hier.”

B: „Jo!”

T: „Samma tut das Not, dass der Komiker (Taxifahrer) hier mit 120kmh lang brettert?”

B: „Thommy wir fahren 40″

L: „Sag mal könnt Ihr mal aufhören?”

T: „Womit?”

L: „Ja hier die Fahrt zu kommentieren?”

T: „Wieso? Ich seh keine 2 Meter weit und der rast hier her mit über 100 Sachen.”

B: „Thommy, wir fahren 40.”

T: „Quatsch?”

B: „Gut wir fahren zwar mittig auf einer einspurigen Fahrbahn und driften immer mehr in den Gegenverkehr ab, aber keine wir fahren keine 100 Sachen.”

T: „Ok, dann war das nur so ein Gefühl.”

Ich entschuldige mich nachträglich bei dem Taxifahrer für mein etwas schlechtes Benehmen und hoffe er hat die Nacht gut überstanden. Zu Hause angekommen, zeigt mir Boris mein Zimmer. Ich reagiere mit ausziehen und bin schneller in der Falle verschwunden, als Uri Geller Löffel verbiegt. Ach ja, heute Abend ist es so weit. Der komische Uri sucht seinen Nachfolger. Das wird ein Krampf! Livebloging? Nein, danke. Mir ist schon schlecht. Das wird sicherlich grausamer, als Olli Pocher.


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Eine Antwort

8 01 2008
Gucky

… und den Nebel hattet ihr wohl nur im Gehirn… :-)

Sicher fährt kaum ein Taxifahrer mit 50 km/h durch geschlossene Ortschaften. Aber lebensmüde sind die auch nicht und DAS müßte man sein, wenn man mit 120 durch eine Nebelwand rasen würde.

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