Heute wieder mit einem kleinen Schwank. Viel Spaß beim lesen.
Wir trafen uns immer mit der Clique am Rott. Oben am Spielie oder unten an der Bank. Das waren Plätze die jedes Rotterkind kannte.
Ich war nie ein Rotterkind, allerdings genoss ich Asyl und wurde akzeptiert als der Barmer. Meine Mutter hatte auf dem Rott ein eigenes Ballettstudio und so traf ich beim nachmittäglichen spielen des Öfteren auf andere Kinder dieser Gegend.
Wir waren jung und ich unerfahren. Sie war gut einen Kopf kleiner als ich und mit Ihren feuerroten Haaren kaum zu übersehen. Ihr Name war Chrissy. Trotz Ihrer körperlichen “Größe” oder grade deshalb stach sie aus der Masse heraus. Sie war ein schlankes Mädchen aus einer deutschen Familie, die nicht grade einen einfachen Eindruck machte. Wir trafen uns oft auf dem Spielplatz und erzählten uns Geschichten aus unserem, ewig lang scheinenden, Leben. Schon 14 Jahre auf dieser Erde und alles gesehen. Damals waren wir so groß, wie man nur groß sein kann, wenn man noch jung ist.
Eines führte zum Anderen und irgendwann überkam es mich. Irgendwie musste ich mir eingestehen, dass ich mich verliebt hatte. Wie aus dem Nichts. *Peng* Es war einfach da. Ein Gefühl, alles mit diesem Menschen teilen zu wollen wie ich es danach erst ein einziges Mal wieder gespürt habe. Sie wusste nichts von Ihrem Glück und ich brauchte auch gute zwei Wochen mir ein Herz zu nehmen und es Ihr zu beichten.
Stundenlang legte ich mir Worte zurecht und versuchte mich als geübter Liebesbekenner darzustellen. Stunden stand ich an diesem einen Tag vor dem Spiegel um mich ausgehfein zu machen. Als alles stimmte trat ich meinen Gang zum Spielie an und alles lief nach Plan. Um bei einem möglichen „Nein” nicht all zu doof da zu stehen, beschloss ich sie von der Gruppe zu isolieren. Was passt besser als die Ausrede eines Videoabends um gewünschten Zielen näher zu kommen? Nichts. Also Freund Axel alles vorgebeichtet und seine Speicherbude für das Vorhaben requiriert.
Passt schon mal und das locken des Weibchens sollte auch einfacher werden als geplant. „Lust auf ein Video bei Axel?” „Ja, warum nicht.” Und schon war man auf dem Weg. Das lange geprobte Geständnis war allerdings im Plan nicht richtig bedacht worden. Irgendwie komisch wenn Axel da sitzt und zuhört wie ich schmalzig versuche zu landen, also musste Plan B der Überzeugungsstrategie funktionieren. War ich eigentlich ein guter Küsser? Ich hatte keine Ahnung. Meine Vanilleeisübungen waren wohl kaum aussagekräftig, also bewegte ich mich auf dünnem „Eis”.
Wie wir so fernsehen halte ich sie im Arm rechts neben mir. Ich beuge mich langsam zu Ihr hinüber. Sie begreift den Plan. Ich komme näher. Und dann kommt das „ja du darfst”, denn Sie bewegte sich auf mich zu. Mein Herz begann so schnell zu schlagen wie noch nie in meinem Leben und ich konnte mein Glück kaum fassen. Aus dem Videoabend wurden schnell andere Pläne. Axel bastelte in 3D Studio MAX an seinem Ferrari und sie und ich bastelten an unserem jungen „Glück”. Diesen Sonntag werde ich nie vergessen.
Allerdings werde ich den Montag danach auch nie vergessen. An diesem rief sie mich an und offenbarte mir, dass sie nicht mit mir zusammen sein könnte. Ohne Gründe und mit dieser, für mich, harten Entscheidung wurde ich zurückgelassen. *schiat* Schon wieder daneben. Name me ”jung fool Thomas”.
Tja, so war das damals.
So long.









entweder hatte sie damals schon nen freund und du bist ein vollhorst weil du es nicht gecheckt hast, oder du hast ihr deine zunge zu tief in den hals gerammt… dann bist du ein vollhorst, weil du bei dem dauernd herunterfallenden vanille-eis es nicht gecheckt hast, dass du viel zu STÜRMERisch warst