Ein guter Schüler war ich nie. Meine privaten Umtriebe waren mir immer wichtiger gewesen, als das Wissen, dass mir in der Schule eingehämmert werden sollte. So war es auch kaum verwunderlich, dass ich eines Tages die Früchte dieser Einstellung ernten sollte. Eine Mathearbeit hier eine Deutschklausur dort, alle machten sich ins Hemd aber Kollege I und ich, nahmen alles ganz locker und wir machten uns keine großen Sorgen. Es sollte eine Deutscharbeit über ein Buch geschrieben werden und wir zwei hatten von tuten und blasen keine Ahnung. Woher auch, wenn man das Buch höchstens als Unterlage für wackelnde Tische verwändet hatte. Reclam war ja noch nie mein Fall.
So war es nie verwunderlich, dass die Tage an denen es Noten gab, bei uns nicht hoch im Kurs standen. Beliebter Weise gab man uns diese immer an Freitagen bekannt. Das hieß dann ein ganz schön verhageltes Wochenende, da unsere Eltern nie positiv auf negative Ergebnisse regierten – ohh Wunder.









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